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Menonitas no Brasil

Mennoniten in Brasilien

   Nachrichten und Mennonitische Geschichte 

23.02.2026


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Editor: Udo Siemens

Nova edição: segundas, às 13 hs

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Die Gotteshäuser dieser Flüchtlinge in Russland waren aus Stein und geräumig gewesen. Sie hatten auf gemütlichen Bänken gesessen, einige kamen auf Fuhrwerken gezogen von vier Pferden der gleichen Farbe.
Dieses Bild zeigt wie hart der Anfang am Krauel war. Es wurden aber die gleichen Lieder gesungen, die Prediger verkündigten noch immer die Herrschaft Jesu. Und alle waren bestens angezogen, die meisten mit Rock und Krawatte. Ihr Blick ist entschieden und zuversichtlich. Es lohnt sich, ihrer Geschichte nachzugehen.

 


Die Mennoniten Brasiliens sterben aus

Ihre Geschichte aber bleibt.
Peter Klassen, Paraguay, hat sie aufgezeichnet.
Schauen wir uns Teile daraus noch mal an!


Hier
 



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Die Mennoniten Brasiliens sterben aus

Ihre Geschichte aber bleibt.

Peter Klassen, Paraguay, hat sie aufgezeichnet.

Schauen wir uns Teile daraus noch mal an!

Teil 4

  

      Nach Erscheinen des Buches äusserten sich Leser dazu. Besonders jene, die am Krauel ihre Kindheit und Jugendzeit verbracht hatten, waren sehr unzufrieden. Unsere berühmteste Dichterin, Elisabeth Töws, sagte dazu:

      "Man merkt es bald beim Lesen dieses Buches, daß der Schreiber wenig informiert über den Krauel ist, und daß alles nüchtern und hart beurteilt wird, weil die Informationen eben nur aus den Archiven stammen. Protokolle und alte Archive und Briefe aber können kein Bild der Heimat schaffen, denn es sind nur nüchtern gezeichnete Begebenheiten. Jeder jeweilige Schreiber jener Zeit hat da seine eigene Überzeugung und Meinung niedergeschrieben und danach ein Buch zu schreiben ist wohl schwer."

    Heutige Leser dürften es wohl anders sehen. Denn hätte Klassen nicht dieses reiche Material gesammelt, wo sonst würden wir uns über unsere Anfänge in Brasilien informieren?

 

Der Pionier im Urwald

Die "Pikade" und die "Rosse"

 

     Die deutschen Kolonisten in Brasilien mußten sich mit ihrer Sprache der neuen Umwelt anpassen. Dabei nahmen sie manche Begriffe des täglichen Lebens, die für sie neu waren, in ihre Umgangssprache auf und verdeutschten sie. Carlos Fouquet hat seinem Buch "Der deutsche Einwanderer" einen ganzen Anhang von Wörtern beigegeben, die aus dem Brasilianischen übernommen wurden.

     So wurde die Schneise, der erste Weg in den Urwald, zur "Pikade" (port. picada). Auf der Pikade drang man in den Urwald ein, von hier aus begann die Kolonisation.

     Die "Rosse" war die verdeutschte Form von roça, der Rodungsfläche im Urwald, auf der nach dem Abbrennen dann die erste Pflanzung vorgenommen werden konnte.

     Eine neue Bedeutung gewann auch der Begriff Kolonie. Im deutschen Siedlungsgebiet Südbrasiliens heißt ein kleines Landgut von 15 bis 50 ha Kolonie. Allerdings heißt auch eine landwirtschaftliche Siedlung, wie z.B. die der Hansa, Kolonie. Nur dieser Bedeutung entspricht das port. Wort colonia.

    Übernommen und verdeutscht wurden auch die Namen einiger Geräte und Tätigkeiten der Urwaldpioniere. Die "Foice" (port. foice), ein sichelförmig gebogenes breites Messer mit einem Stiel versehen, der mit beiden Händen gefaßt werden konnte, war das unentbehrliche Werkzeug, um in den Urwald einzudringen. Verdeutscht sprach man auch von Feuße oder Feustel.

     Ebenso unentbehrlich wie die Foice war für den Siedler die "Kapienhacke" zum Jäten des Unkrautes. Capinar heißt Unkraut jäten auf portugiesisch, und daraus wurde kapienen: "Ich kapiene, habe kapient' (plattdeutsch auch kabienen).

    Für die Kolonisation im Urwald gab es ein von den Kolonisationsgesellschaften, die ihre Ländereien an den Mann bringen wollten, entwickeltes System. Zuerst wurde eine Hauptschneise (Pikade) in den Urwald geschlagen, die meist dem Lauf eines Flusses oder Baches im betreffenden Tal folgte. Vertikal zu dieser Schneise wurden die einzelnen Lose, Kolonien genannt, abgesteckt. Das übliche Maß war eine Frontbreite von 220 m, während die Tiefe von 1000 bis 3000 m betragen konnte. Da das Eindringen in diese Tiefe des Urwalds aber sehr schwierig war, konnte der Kolonist sich meist erst nachträglich von der Beschaffenheit und Qualität des Bodens auf seinem Los überzeugen.

     Die ganze Siedlung hatte also eine dem Flußtal entsprechende langgestreckte Form, in der die Rechtecke der Kolonien schachbrettförmig angelegt waren.

     Johann Riediger erzählt: "Niemand hatte eine Ahnung, was uns in Brasilien erwartete. Am ersten Abend in den gemeinschaftlichen Baracken erhielten wir von lieben Menschen, die schon vor uns angekommen waren, einen warmen Kaffee. Todmüde von der langen holperigen Wagenfahrt legten wir uns auf die harten Pritschen schlafen. Am Morgen konnten wir dann, Gott sei Dank, durch einen gesunden Schlaf gestärkt und von einem hiesigen älteren Siedler geführt, in den Urwald gehen, um uns ein Kolonielos auszusuchen. Ja, was wir da zu sehen bekamen, war bitter wenig. Die Pikade, ein Fuß- und Reitsteig von einem halben Meter Breite, konnten wir wohl passieren, aber das Land zu beurteilen, das wir nun besiedeln sollten, war ganz unmöglich. Als wir abends zurückkamen, entschlossen wir uns, einfach der Reihe nach Lose zu ziehen. Am zweiten Tag nach unserer Ankunft konnte jeder nun an der Pikade seine neue Wirtschaft suchen. Unser Begleiter erklärte uns nun, was mit dieser Wirtschaft oder Kolonie gemacht werden sollte."

     "Da stand sie nun, die kleine Schar der deutschen Einwanderer," schreibt Maria Kahle, "mit ihren paar Bündeln und Kisten, vor der Unendlichkeit des Urwaldes. Die Zivilisation lag weit hinter ihnen. Es gab keine Wege, keine Verkehrsstraßen, es gab keine Siedlung, keine Stadt in der Nähe. Da stand der Mensch vor tausenjähriger Wildnis, ganz auf sich selbst angewiesen, auf die Kraft seiner Arme, auf seine Tapferkeit, auf seinen Willen zum Werk. Die Rodung begann."

    Die Hanseatische Kolonisationsgesellschaft hatte ihren Siedlern folgende Anleitung gegeben: "Für die weltliche Arbeit, für die Umschaffung des Waldbodens in Kulturland gilt, wenn irgendwo, das Wort vom Schweiß des Angesichtes, in dem die rechte Arbeit zu geschehen hat. Doch ist sie nicht so schwierig zu erlernen, wie es anfänglich scheint. Es handelt sich um einfache Handgriffe, an die sich jeder schnell gewöhnt. Mit der Buschsichel wird Gestrüpp und Unterholz niedergelegt; mit der Axt geht es an die Bäume. Auf gutem, zum Pflanzen sich eignendem Boden, gibt es oft mehr Busch- und Bambusrohrdickicht als große Stämme harter Hölzer, die mehr das steinige Land an den Bergen lieben. Ist das wirre Durcheinander des gefällten Waldes, ein Stück von einigen Morgen Größe, sechs bis acht Wochen ausgetrocknet, so wird Feuer angelegt. Bei guter Feuerwirkung, wie meist im Sommer (Oktober bis März), ist das Land fast ohne weiteres zum Pflanzen zu brauchen. Ein deutscher Acker ist's freilich nicht. Die Baumstubben, die Stämme, die großen Äste stehen und liegen noch da. Die bleiben wie sie sind."

      Susanna Hamm, damals eine junge Frau, die mit ihrem Mann mutig ans Roden des Urwaldes ging, schrieb später für ihre Kinder einen Erinnerungsbericht. Über das Roden berichtet sie: "Nach dem Waldschlag kommt das große Brennen der Rossa. Eilig läuft auch die Frau mit brennender Fackel die Pikade entlang und zündet an, damit Flamme mit Flamme sich begegne. Es ist ein Prasseln, ein Knallen und Knattern wie aus hundert Maschinengewehren. Erschrocken flieht das Wild vor diesem vernichtenden Geist. Die ganze Tierwelt wird unruhig. Und die beiden Menschenkinder, Mann und Frau? Je verheerender das Feuer, desto fröhlicher blicken sie drein.

     Nach einigen Tagen kommt dann das große Räumen. Man müßte eigentlich den Regen abwarten, damit Ruß und Asche abgespült werden, aber so weit reicht unsere Geduld nicht. Sobald wir wegen der Glut hintreten können, werden die verkohlten Stämme und Äste zu großen Haufen geschichtet und dann noch einmal angezündet. Weithin leuchtet das schöne große Feuer in den Abend."

 

Der erste Acker, die erste Hütte

     Der Siedler sollte im Urwald überleben. Der erste Acker, die erste Unterkunft, das waren die kurzfristigen Ziele jedes Familienvaters, ganz gleich, welchen Beruf er in Europa ausgeübt hatte.

     Die Hanseatische Kolonisationsgesellschaft hatte Anleitung gegeben: "Mit der Hacke wird der Boden nur zu kleinen Pflanzgruben geöffnet, um die Körner von Mais, Bohnen, die Stecklinge von Zuckerrohr, Bataten (süße Kartoffeln) und anderen Knollengewächsen, die Pflanzranken von Weidegras aufzunehmen. Das ist schnell geschehen, die Pflanzung ist fertig und braucht oft bis zur Ernte nicht mehr bearbeitet zu werden, weil im frischgebrannten Lande am allerwenigsten Unkraut wächst. Ein Pflanzenfeld muß zu Anfang zwei bis drei Kulturen auf einmal aufnehmen. Zwischen dem Mais werden Bohnen, Kürbisse, Knollenfrüchte oder Grasranken gepflanzt. Jeder trachtet danach, so rasch wie möglich eine Weide zu bekommen. Ist der Mais nach sechs Monaten abgenommen, so ist das Land von den dazwischen gesteckten Grasranken schon berast. Zu den Zäunen liefert der Wald die Pfosten, Latten und Bretter. Gern wird Stacheldraht gekauft und verwendet."

      Schon wenige Monate nach der Ankunft am Siedlungsort in Santa Catarina schrieb Heinrich Martins an Benjamin H. Unruh: "Jede Familie ist fleißig an der Arbeit auf ihrer Kolonie. Wald wird geschlagen, um Mais, Aipim, Bataten, Bohnen und Weide für das Vieh zu pflanzen. Schätzungsweise werden von der Ansiedlung am Alto Rio Krauel 350 Hektar Mais gepflanzt und etwa halb soviel Aipim. Bataten, schwarze Bohnen und sonstiges Gemüse wird nur in kleineren Mengen gepflanzt...

     Am Wegebau wurde in diesen Monaten auch sehr stark gearbeitet, und heute kann man mit dem Wagen schon fast bis in die hinterste Kolonie heranfahren. Das ist ein großer Fortschritt und ein großer Vorteil, besonders für die Lebensmittelzustellung. Es können Fuhrwerke angenommen werden und auch Reitpferde, die die Lebensmittel heraufbringen. Die am entferntesten wohnenden Mennoniten haben zweieinhalb Stunden Fußweg von meiner Kolonie und nach der andern Seite anderthalb Stunden. Wir gewöhnen uns allmählich an diese Entfernungen, und eine Stunde auf der Landstraße erscheint uns nicht viel" (6.8.30).

     Wenn der Siedler dem Urwald zwei oder drei Hektar Boden abgerungen hatte, um die notwendigsten Lebensmittel pflanzen zu können, konnte er das, wie Martins berichtet, als Erfolg buchen.

     Die Erweiterung der Anbaufläche konnte nur sehr langsam vonstatten gehen, vor allem, wenn der Siedler auf sich allein und seiner Hände Arbeit gestellt war, wie das meistens der Fall war. Herbert Wilhelmy: "Einmal ist der Siedler während der meisten Monate des Jahres vollauf damit beschäftigt, seine Kulturen auf dem älteren Freiland in Ordnung zu halten, dort den Boden zu lockern und das Unkraut zu vernichten, und zum andern muß nach landesüblicher Auffassung das Fällen der Bäume möglichst in der niederschlagsarmen Jahreszeit, also im Winter, erfolgen, damit das grüne Holz schnell trocknet und brennbar wird. In den Wintermonaten Juni bis August, nach Beendigung der Maisernte, steht dem Kolonisten auch an sich die meiste Zeit zur Durchführung der Rodungsarbeit zur Verfügung."

     Noch langsamer als der Zuwachs an Ackerfläche war das Ziel, Pflugland zu gewinnen, zu erreichen. J. Schellenberg schrieb: "Nach sieben bis zehn Jahren kann es geschehen, daß zum ersten Mal ein Pflug - ein Pferd vorgespannt - auf die Rosse hinausfahren wird. Bis dahin hat der Kolonist die schwere Aufgabe, zwischen Baumstämmen und Baumstümpfen mit Hacke, Karst und Spaten zu säen, zu setzen, zu pflanzen, damit sich erfülle das Wort Heiliger Schrift: Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen! Das walte Gott."

     Die Einwanderer fanden ihr erstes Dach über dem Kopf in Baracken, die die Kolonisationsgesellschaft vorsorglich gebaut hatte. Doch nach dem nun schon monatelangen Wanderweg - für die Harbiner Gruppe waren es Jahre - strebte jede Familie danach, eine eigene Hütte auf der eigenen Kolonie zu beziehen. Unter diesen Vorzeichen konnte von hohen Ansprüchen nicht die Rede sein, und man war froh, die landesübliche Palmenhütte beziehen zu können, für die der Urwald das gesamte Baumaterial lieferte.

    Auch dafür hatte die Kolonisationsgesellschaft Anweisung gegeben: "Der erste Hütten- und Häuserbau ist sehr einfach. Dem einheimischen Brasilianer liefern Palmen und Palmiten das ganze Baumaterial, die Ständer und Balken, die Latten und das Flechtwerk, das mit Lehm ausgeschmiert wird, die Blätter zum Decken des Daches. Ähnlich behilft sich der Deutsche anfangs, geht dann aber bald zum Bretter- oder Fachwerkhaus über, sobald die Mittel es erlauben."

     So war es bei allen Urwaldpionieren Santa Catarinas, und so war es bei den Mennoniten. H. Fast schreibt in der Erinnerung: "Aus gespaltenen Palmbäumen hatten wir die Wände gemacht, mit Cipó, einer Luftwurzel, wurden sie fest aneinander gebunden. Das Dach bestand aus Palmblättern, und der Fußboden war festgestampfte Erde. Das gab eine wunderschöne Cabana (Hütte). Hier wohnte Familie David Fast mit zwei Mädchen und zwei Jungen. Es war die letzte Hofstelle in der Cambarátiefe. Von der einen Seite reichte der Urwald bis zum Haus. Da stand ein wahrhaftiger Riese von Urwaldbaum. Wir vier Kinder konnten den Stamm nicht umfassen. In seinem Laubwerk und seinen Ästen beobachteten wir oft die lustig herumkletternden Affen."

     Die Urwaldsiedler in Brasilien waren zum Teil erfahrene Pioniere; denn auch in Rußland hatten sie oft Umsiedler sein müssen, wenn es galt, die Tochterkolonien anzulegen, bis nach Sibirien hinein. Maria Pauls beschreibt, wie die Männer ihre Erfahrung mit der russischen Erdhütte auf den brasilianischen Urwald übertragen wollten. "Erde, das wissen wir noch von Rußland, regnet schön fest und läßt keinen Tropfen durch. Also kam eine ordentliche Schicht Erde auf das Palmendach. Dann wurde auf jedem Ende ein Schlafgestell gebaut, eins für unsere Familie und eins für Janzens Familie, mit der wir zusammen arbeiteten. In der Mitte blieb ein Raum frei, in dem unser Vater einen Tisch und Bänke aufbaute. - Glücklich bezogen wir unser neues Heim. Endlich, nach langer Wanderschaft, wieder ein Zuhause! Aber dann fing es eines Nachts an zu regnen und leider nicht nur draußen. Auch drinnen fing es an zu tropfen und dann zu gießen. Wir rutschten hin und her, aber es half nichts. Überall kam die gelbe Brühe von dem Lehm auf dem Dach herunter. Wir mußten die Erfahrung machen, daß die Erde im brasilianischen Urwald ganz anders ist als die in Rußland."

     Das nächste Ziel der Siedler war das Bretterhaus, und auch dafür lieferte der Urwald das Baumaterial. Es gab Sägemühlen im Hansa-Gebiet. Die schweren Baumstämme, Rollen genannt, mußten dorthin geschafft werden, um so zu Brettern, Bohlen und Balken zu kommen. Dabei waren die schlechten Wege am steilen Serrahang ein schweres und gefährliches Hindernis. Die Palmblätter des Daches wurden durch Schindeln ersetzt. Zur Erstausrüstung der Siedler gehörten Schindelmesser, so daß man das Dachmaterial selbst herstellen konnte.

     Doch auch das Bretterhaus war oft noch "undicht wie ein Sieb", schrieb J. Schellenberg für die Leser des "Boten". "Unsere Nachtruhe in der verflossenen Nacht wurde durch einen anhaltenden starken Guẞregen merklich gestört, indem die Wasserströme durch die Schindeln zu uns ins Bett fanden. Da heißt es dann, den Schlaf aus den Augen wischen, um in Unterkleidern Teller und Schüsseln unter die Traufen zu stellen."

     Schellenberg versuchte, den Leserinnen und Lesern in Kanada, die er in "wasser- und luftdichten Heimen" wähnt, die Urwaldromantik zu schildern, und er erzählt von der Riesenfledermaus, die den Weg durch das undichte Dach ins Schlafzimmer findet, von der Rieseneidechse, die die Hühnernester plündert, von Giftschlangen, Ameisenbären und Affen.

     Die mennonitischen Familien hatten ihr Ziel im Urwald von Santa Catarina erreicht, und für sie begann "ein Kampf auf Leben und Tod", wie J. Schellenberg berichtete. Mit Buschmesser, Foice und Axt versuchten sie, den Urwald zu besiegen und selber zu überleben, und dabei mußten Männer, Frauen und Kinder ans Werk.

 

 

Mennonitensiedlungen im Urwald

Steppenbauern aus Rußland

 

       Die Mennoniten saßen bereits auf ihrem Siedlungsland im Urwald von Santa Catarina, als in der "Kölnischen Zeitung" vom 14. September 1930 ein Artikel von Ernst Kienitz erschien, in dem er tadelte, daß die rußlanddeutschen Bauern aus der sibirischen Steppe in den Urwald gebracht worden seien. Er befürchtete, daß die Ansiedlung in dieser Form ein Mißgriff gewesen sei. Eine Kampsiedlung wäre für diese Weizenbauern aus der Ebene die Lösung gewesen. Das Gutachten für die Ansiedlung sei von Nichtlandwirten, nämlich von konsularischen Verwaltungsbeamten, durchgeführt worden. Es war tatsächlich so, daß der schwere Schock, den der Urwald bei den Einwanderern auslöste, sich nicht zuletzt gerade aus diesem geographischen Gegensatz erklären läßt. "Die Umstellung von mechanisiertem Ackerbau auf manuelle Urwaldwirtschaft war für den Steppenbauer außerordentlich schwierig und schwer zu verkraften," schrieb Peter Pauls sen. später.

     Der Traum von den Weizenfeldern Rußlands blieb deshalb auch in den Urwaldsiedlern immer wach. Johann Riediger beschreibt in seinem Bericht ein schönes Maisfeld, das frei von Unkraut die verkohlten Stämme und Stubben überragt und verdeckt: "Der Getreidebauer aus Rußland freut sich über sein Maisfeld fast so sehr wie in Rußland über ein schönes Weizenfeld."

     Man könnte wohl sagen, daß der Traum vom Weizenbau auf ebenem Land und von der mechanisierten Landwirtschaft in den Siedlern über zwanzig Jahre wach blieb, bis sie Santa Catarina schließlich verließen.

     Der große Gegensatz wird deutlicher, wenn man überlegt, daß einer Kolonie von etwa 30 ha im Kraueltal, die zudem nur soweit übersichtlich war, wie man sie gerodet hatte, im Vergleich Hunderte von Desjatinen auf ebenem Land in Rußland gegenüberstanden.

     Bei der Ansiedlung nach der Einwanderung in Rußland standen jeder Familie 60 Desjatinen Ackerland zu. Im Lauf der Jahrzehnte erweiterten jedoch viele der Bauern ihren Besitz, und vor allem in den Tochterkolonien, die sich über die Ukraine, dann bis an den Ural und den Kaukasus und schließlich nach Sibirien hinein ausdehnten, waren den Ackerflächen keine Grenzen gesetzt.

     Nach einer Statistik über den "Landbesitz der Mennoniten in Rußland" kamen auf 106.235 mennonitische Bewohner in 365 Dörfern 1.299.000 Desjatinen Land. Hinzu kamen noch die großen und kleinen Gutsbesitzer auf ihren sog. Chutoren, deren Landbesitz statistisch nicht erfaßt worden war. Die gleiche Quelle schätzt den gesamten Landbesitz der Mennoniten mit den Gutsbesitzern zusammen auf 1.400.000 Desjatinen (1.529.500 Hektar oder 15.295 qkm).

    Gerade vor der Katastrophe - um die Jahrhundertwende - hatte auch in Rußland die Mechanisierung der Landwirtschaft eingesetzt, wofür einmal der Weizenanbau und dann auch die ebene Landschaft die besten Voraussetzungen boten. Die Mennoniten waren nicht nur an der schnell fortschreitenden Mechanisierung der Landwirtschaft, sondern auch an der Produktion landwirtschaftlicher Maschinen selbst beteiligt. Die gleiche Quelle gibt an, daß Fabriken, die Mennoniten gehörten, jährlich 15.000 Mähmaschinen und 3.000 Dreschmaschinen ablieferten. Man zählte 105 Windmühlen, 73 Motor- und Dampfmühlen, 26 Fabriken und größere Werkstätten, 38 Ziegeleien, 95 Handlungen, 2 Typographien.

     Das Urteil lautet: "Die Mennoniten hatten durch ihre Arbeit und ihr Vorbild die Steppen der Ukraine zur Kornkammer Rußlands gemacht und zugleich zu dem Mittelpunkt einer blühenden Industrie."

      Die Umstellung von der Mäh- und Dreschmaschine auf Foice, Axt und Hacke mußte von den einwandernden Bauern in wenigen Wochen und Monaten verkraftet werden. Und doch lautete das Urteil von Professor Waibel vom Geographischen Institut in Rio de Janeiro auch über die mennonitische Siedlung in Santa Catarina, daß die Siedler trotz allen Schwierigkeiten, Rückschlägen und wirtschaftlichen Engpässen, trotz der weiten Entfernung bis zur nächsten Bahnstation, trotz anfänglich 70 km schlechter, lehmiger Landstraße in hartem Ringen und zäher Arbeit in zwei Jahrzehnten aus unberührtem Urwald die Mustersiedlung des Staates Santa Catarina geschaffen hatten.

 

 

Die Siedlung im Kraueltal

Witmarsum - Waldheim - Gnadental

 

     In einem Brief des Siedlungsleiters Peter Klassen (9.1.38) an das Deutsche Konsulat in Florianopolis steht, daß die Ursache dafür, daß die Mennoniten in so weiter Entfernung von dem Zentrum der Hanseatischen Kolonisationsgesellschaft Hansa-Hammonia angesiedelt worden seien, in dem Wunsch gelegen habe, geschlossen zu siedeln. Für eine so große Siedlung sei aber kein passendes Stück Land in der Nähe vorhanden gewesen.

    Hinzu kam dann noch der oft beklagte Umstand, daß am Alto Rio Krauel nicht einmal alle mennonitischen Einwanderer untergebracht werden konnten und es so zu der zweiten Siedlung auf dem Stoltz-Plateau kam.

     Wahrscheinlich liegt die Hauptursache für diese als mißlich empfundenen Umstände darin, daß alles in einer außergewöhnlich überstürzten Weise vor sich gehen mußte. So wußte die HKG beim Eintreffen des ersten Transportes im Februar 1930 noch nicht, ob sie mit hundert oder zweihundert Familien zu rechnen habe. Auch die Kolonisationsgesellschaft mußte die Entscheidungen kurzfristig und überstürzt treffen.

    Nach einem Bericht in der "Brücke", der keinen Verfasser angibt, zu urteilen, fiel die Entscheidung für den Landkomplex überhaupt erst nach der Ankunft des ersten Transportes. Es heißt dort: "Da wir weder Land noch Leute kannten, war das Aussuchen von passendem Land in der großen Hansa für die ersten Familien eine schwierige Aufgabe, etwas fast Unmögliches. Wir gingen aufs Geratewohl und suchten uns auf der Karte in Hammonia einen Landkomplex aus, der uns passend schien und auch für einen eventuellen Nachzug aus Deutschland Platz bot." Auch die ersten Einwanderer wußten nicht, ob und wieviele Mennoniten aus Deutschland nachkommen würden; denn dort stand zu diesem Zeitpunkt noch alles in der Schwebe und vor der Entscheidung, ob man Brasilien oder Paraguay wählen solle.

     Man kann hier deshalb schon feststellen, daß all diese Umstände, die geographische Lage der Siedlungen, die fehlenden Zufahrtsstraßen, die Zweiteilung, die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit später eine Kette von Schwierigkeiten nach sich gezogen haben, die mit eine Ursache dafür waren, daß es zwanzig Jahre später zur völligen Auflösung der Siedlungen kam.

    Das Kraueltal zieht sich in etwa zwanzig km Länge von Westen nach Osten. Der Alto Rio Krauel hieß seit 1871 Rio dos Indios. 1897 wurde er zu Ehren des sehr geschätzten deutschen Gesandten Dr. Krauel, der zugleich ein Forscher der Zone war, in Rio Krauel umbenannt. Er ist ein Nebenfluß des Rio Hercilio und der wiederum ein Nebenfluß des Rio Itajahy, der zum Ozean führt. Im unteren Teil des Kraueltales ist seit 1904 gesiedelt worden.

    Das Tal wird zu beiden Seiten von hohen Serras gesäumt, die sich allmählich einander nähern und es im Westen ganz abschließen. Das Kraueltal war also nur nach Osten hin offen und nur von dort her zugänglich. David Nikkel, dessen Kolonie im hintersten Zipfel des Tales lag, schrieb: "Mitten im Urwald, von Süden, Norden und Westen durch eine fast unübersteigbare Gebirgskette eingeschlossen, getrennt von der Welt da draußen, liegt im Quellgebiet des oberen Krauelflusses Brasiliens jüngstes Mennonitendörfchen ..."

    Aus der Vogelschau sieht das Tal wie ein verzweigter Ast aus. So wie das Haupttal in Jahrmillionen durch den Krauelfluß gebildet worden ist, haben kleine Bäche Seitentäler geschaffen, von den Siedlern Tiefen oder Nebentiefen genannt. Am rechten Flußufer liegen die Tiefen Tucaninho, Tucano Boi, Tucano Feliz und Jacupemba, am linken Ufer Rio Cambará und Rio Catangara.

    Die Besiedlung folgte dem Alto Rio Krauel und dann auch den Bächen der Nebentiefen, so daß die drei späteren Dörfer Witmarsum, Waldheim und Gnadental die gleiche verästelte Form erhielten wie das Tal selbst.

    Sowie die Einwanderergruppen eintrafen, schob sich die Siedlung langsam immer weiter flußaufwärts. H. Kl. schrieb darüber: "Da die einzelnen Kolonien, wie man hier die Landlose der Siedler nennt, ihre Grenzen nun genau nach dem Kompaß von Süden nach Norden ziehen, bilden sie einen geraden Winkel zum Fluß. An jeder Seite des Flusses zieht sich eine Koloniefolge entlang. Somit hat jeder Kolonist Wasser zur Genüge und ist gleich zu Anfang einer großen Sorge enthoben... Es wird nun eine Kolonie nach der andern belegt und bebaut. Man kann auch welche liegen lassen und dahinter ansiedeln. Nur hat man dann keinen Weg bis zu seiner Stelle."

     In dieser beinah zufällig anmutenden Landnahme der Siedler ohne genaue vorherige Planung lag auch der Grund dafür, daß das Zentrum der Siedlung, das Raum für alle gemeinschaftlichen Einrichtungen bieten sollte, nicht in der Mitte des Kraueltales angelegt wurde, für alle Siedler mehr oder weniger gleich günstig, sondern am Eingang des Tales. Hier hatte Heinrich Martins, der Führer der ersten Gruppe, seine Kolonie und auch einen Stadtplatz als Schenkung von der HKG erhalten.

    Das erregte Ärger und Protest unter den später Eintreffenden, deren Weg zum Zentrum nun immer länger wurde. Erst am 16. August 1932 wurde dieser Tatbestand so akzeptiert. Im Protokoll einer Sitzung der Revisionskommission an diesem Tag heißt es: "Die Siedlung hat sich heute damit abgefunden, daß sich der Stadtplatz nicht im Zentrum der Kolonie befindet. Es ist aber die anfängliche Mißstimmung darüber zu verstehen, daß nicht versucht worden ist, bei Direktor Meckien (HKG) eine Verlegung des Platzes zu erreichen."

    Das Tal selbst liegt 410, die Höhenzüge 760 m über dem Meeresspiegel.

    Auf der gleichen Sitzung, also auch erst zwei Jahre nach der Gründung der Siedlung am Krauel, wurde der Name Witmarsum zum ersten Mal offiziell bestätigt. Im Protokoll heißt es: "Nach den bei H. Martins befindlichen Protokollen wird folgendes festgelegt: Nachdem die holländischen Brüder diesen Namen vorgeschlagen hatten, benutzte Heinrich Martins ihn zum ersten Mal am 23. Mai 1930 in einer Bekanntmachung. In einer Versammlung von neun Vertretern am 12. Juni 1930 hat man den Namen angenommen und am 13. Juni durch öffentlichen Anschlag mit Erklärung bekanntgegeben."

     Gorter schrieb an Martins: "Haben Sie schon einen Namen für Ihr Dorf gefunden? Wahrscheinlich wird es ein russischer Name sein. Aber wenn noch nicht, schlage ich vor: Witmarsum (wo Menno geboren ist). Das würde hier einen guten Eindruck machen" (23.4.30). Martins hat den Vorschlag dann wohl von sich aus akzeptiert und ihn sofort in der Korrespondenz mit den holländischen Brüdern verwendet.

     Pastor Gorter berichtete über diese Namensgebung in "De Zondagsbode": "Das neue taufgesinnte Dorf in Brasilien hat den Namen Witmarsum erhalten. Was bezeichnet dieser Name? Sehr viel... "Gorter weist darauf hin, daß die russischen "Doopsgezinden" von Mölln aus zum Grab Menno Simons bei Oldeslohe gepilgert seien und daß nun der Geburtsort Mennos im holländischen Friesland durch das neue Witmarsum in Brasilien geehrt werde. Dann ruft er zur Mithilfe auf: "Wer möchte zum Aufbau des neuen Witmarsum einen Stein oder ein Brett beitragen? Schickt das Geld an uns!"

    Der Name Witmarsum wurde bekannt, noch ehe er in der Siedlung am Krauel offiziell akzeptiert worden war. Lehrer David Enns schrieb für die Mennoniten in Nordamerika: "Daß man eine neue mennonitische Ansiedlung Witmarsum heißt, dürfte niemand wundern, sind wir doch aus unserer lieben alten Heimat geflüchtet, um in erster Linie unserm Gott frei dienen zu können, aber auch, um Mennoniten zu bleiben."

    Diese spontane Namensgebung wirkte sich dann später, ähnlich wie die Anlage des Zentrums, verwirrend aus. Der Name Witmarsum war zuerst für die ganze Siedlung gedacht. Doch bei der sich langsam mit der Ankunft der weiteren Gruppen verlängernden Siedlung am Krauel stellte sich die Notwendigkeit einer Aufteilung heraus. So entstanden hintereinander drei Ortschaften mit jeweils einer Schule als kleinem Zentrum.

     Zuerst entstand Waldheim, anschließend an Witmarsum, und ein Jahr später verselbständigte sich Gnadental. David Nikkel schrieb darüber nach der Festlegung des Namens: "Anderthalb Stunden zieht es sich das Kraueltal entlang, bis es im Westen vor der hohen Serra Halt machen muß. Drei zum Teil besiedelte Nebentiefen geben ihm das Aussehen eines Baumwipfels. Nur das Ostende ist offen, angrenzend an das Nachbardorf Waldheim, von dem es vor einigen Monaten abgetrennt wurde. So sind wir ein selbständiges Dörfchen mit rund 40 Kolonien und etwa 200 Einwohnern geworden...Am Westende führt in vielen Windungen ein schlechter Fußpfad über die Serra, hinüber zu den brasilianischen Siedlungen."

     Der Name Witmarsum behielt eine gewisse Zwiespältigkeit. Er wurde für die ganze Siedlung am Krauel verwendet und war die offizielle Adresse. In der Siedlung selbst aber galt er nur für das östliche Dorf mit dem Zentrum für die ganze Siedlung.

Fortsetzung folgt​​​

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- Russland im Jahre 1929, Der Bote                                     Hier

-Flucht aus der Hölle Stalins                                                                                                       Hier 

Ein Besuch bei den Amischen Mennoniten -Dr. Kornelius Krahn - Hier

Die vielfältigen Rollen der Mennoniten im Holocaust     Hier

Helene Berg - mennonitische Hebamme in Molotschna, eine gute Bekannte Himmlers, ein Naziführer                                                                                                                     Hier         

Amalie Reimer - aus Chortitza, Mennonitin, Agentin der Kommunisten, Kollaborateurin der Nazis.                                              Hier

-Ak-Metschet - eine Mennonitenkolonie im fernen Asien      Hier

-Geschichten aus unserer Geschichte     Hier 

- "Geschichten aus der Geschichte der Mennoniten"

Das Programm vom Jahr 2025          - Hier

Das Programm vom Jahr 2024,         - Hier 

Das Programm vom Jahr 2023          - Hier

 


Texte, die über Whatsapp angefordert werden können:

-Schreckenstage in Moskau Was unsere Eltern in jenen Novembertagen erlebt haben ​anhand von Berichten der Mennonitischen Rundschau

- Die hutterischen Brüder - Wanderungen und Leid     

- Texte:Brautschau eines Predigers, Gehen Mennoniten in der Stadt unter?, u.a.m.

-Die Mennoniten Russlands und die Zaren    

-Das tragische Ende der Danzig- Westpreußischen Mennoniten Gemeinden

-Turkestan-Eine mennonitische Auswanderung mit Folgen

- Die Autobiographie Wilhelm Hüberts 

- Mennoniten in Polen/Preussen 

Die erste Auswanderung der Mennoniten nach Südrussland 

- Tagebuch aus dem Reich des Totentanzes - Ein Bericht über die Zeit von Machnos Terror unter den Mennoniten 

​​- Erinnerungen aus dem alten und neuen Rußland    

- Besuch bei den Aultkolonia, Bolivien        

- Mennoniten und die Herstellung von alkoholischen Getränken in Russland 

Erinnerungen an Moskau1929, Heinrich Martins 

Schwere Verbrechen und Vergehen in Russland 

Was macht mennonitische Beerdigungen so einzigartig?   

Mennonitische Namen 

Reisen eines Schweizers nach Südrussland, 1822-1828  

Über die Abspaltung der Sectierer. Geschichte der Gründung der MBG in Russland in den Augen eines Aussenseiters  

- Die Reise von Charbin zum Chaco​ - Irmgards Vorfahre erzählt dieses Abenteuer             

- Lehrer Heinrich Heese (1787-1868)​ -Die Widerwärtigkeiten eines bedeutenden Lehrers unter den Mennoniten Russlands

-Als der Weltkrieg zu Ende ging, welche Nachrichten unsere Eltern bewegten 

Der "Stundismus" - Eine evangelische (rein russische) Erweckung zur Zeit der Mennoniten in Russland                                                               

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