top of page

Menonitas no Brasil

Mennoniten in Brasilien

​

   Nachrichten und Mennonitische Geschichte 

​​

​​

05.10.2026

​​

​​


Esta página em português.
Clique
aqui!

 

 

Contato: 

menonitasnobrasil@gmail.com

whatsapp: (43) 99990 1023

Editor: Udo Siemens

Nova edição: segundas, às 13 hs

WhatsApp Image 2026-07-10 at 16.23.41.jpeg


CASAS BLUMENAU, von Prediger Peter Heinrichs, an der Waldemar Loureiro Campos, Curitiba. 
Falls du dich noch daran erinnerst, bist du schon ein Greis wie ich



 

 

Deutsche im Sonnenland

 Walter Quirings Reise 1932/33

in die eben gegründeten Kolonien

der Mennoniten in Paraguay und Brasilien

 



Hier
 



Arca de Noé tinha 3 andares? Estrutura de 157 metros na Turquia intriga cientistas e pode virar a descoberta do século

Por que Nossa Senhora Aparecida é padroeira do Brasil?

Por que Maria, mãe de Jesus, é tratada de forma diferente por católicos e evangélicos

Por que algumas pessoas acreditam que a IA é um Anticristo

Recrutas da Força Aérea Brasileira são batizados em Brasília: “Festa no Céu”

Kivitz, pastor esquerdista, critica brasileiros que votam em Flávio Bolsonaro

Video: Como funciona a mente de um esquerdista?

Motoristas podem levar multa de R$ 880 e perder a CNH por causa deste erro bobo

A URSS perfurou um poço de 12.262 metros em 1970: o que parou as perfuradoras não foi a rocha nem o dinheiro

Grupo de bilionário de MS compra 21 supermercados do Carrefour por R$ 360 milhões

Morre Lito Sousa, o youtuber que fez milhões se apaixonarem por aviação

Herança de Lito Sousa: saiba quem fica com a fortuna milionária

'Nunca imaginei que falaríamos da sua partida': esposa de Lito Sousa se despede; veja VÍDEO e TEXTO

Mulher tem perna errada amputada durante cirurgia e processa hospital nos EUA

Video: Vaspeano NASCEU e MORREU dentro de um Avião

Copiloto tenta derrubar avião e esfaqueia piloto em voo com destino a Israel; avião despencou mais de 4 mil metros

'Não podia deixar ninguém morrer', diz piloto esfaqueado em voo da FlyDubai; veja VÍDEO

Israelenses recebem como heróis passageiros que enfrentaram o copiloto que queria derrubar o 737

Video: Diálogo com o encanador israelense que dominou o sequestrador e reequilibrio o avião

'Puxei os controles e parei a queda do avião': passageiro conta como impediu tragédia após copiloto esfaquear piloto

O que acontece com sua garrafa de água quando você não lava por dias (e por que beber a água que sobrou é um problema)?

Inadimplência de famílias brasileiras bate novo recorde com 6% em agosto

Die Suche nach den Überresten von Hitlers rechter Hand: War Martin Bormann in Itá begraben?

Pesquisas eleitorais: como funcionam e por que nem sempre acertam o resultado final

Tarcísio de Freitas tem maior votação da história de SP e supera 14 milhões de votos

Direita avança no Senado e tem maior bancada, mas ainda sem número para impeachment de ministros do STF

Trump elogia Brasil pela rapidez da apuração

Como a esquerda e o MP tentam restringir a liberdade religiosa no Brasil

​Haddad, Gleisi, Marina, Tebet: ex-ministros de Lula sofrem derrotas nas urnas

PL e PT elegem 81 e 47 deputados federais, respectivamente; veja como ficou o Congresso.

PL lidera vitória de governadores e senadores; veja avanço do partido em 5 pontos


veja celebridades que se elegeram em 2026

Flávio e Lula no 2º Turno: veja a repercussão internacional do resultado das eleições

Sergio Moro é eleito governador do Paraná com 50,1% dos votos

Mesário é levado para delegacia após sugerir voto para eleitor no interior de SP

PL elege 19 senadores; veja quem são

Eleitora de 71 anos passa mal na fila de votação e morre em MS

EUA destacam mobilização ‘em 18 horas’ e Doutrina Monroe nas redes sociais

Avião que prendeu Maduro pousa na Base Aérea de Campo Grande para exercício

Folha critica Judiciário: “Faz o diabo para favorecer Lula”

Assessor de deputado é flagrado com R$ 127 mil em papelotes e preso após oferecer R$ 5 mil a policiais em MS

Eleições 2026: Afonso Hamm (PP) é eleito deputado federal pelo Rio Grande do Sul

Pastor que traiu Bolsonaro e se aliou a Lula, tem votação medíocre, não se reelege e fica de fora

“The Economist” vê volta do bolsonarismo e favoritismo de Flávio.

„Kulturkampf“: Ein neuer Bolsonaro gegen Lula – Brasilien wählt zwischen Justiz-Streit und US-Einfluss

Bolsonaro-Clan drängt zurück an die Macht

Bolsonaro "Zero-um" will auch Brasilien auf rechts drehen

Korruption, Wohltaten und ein dubioser Banker – der schmutzige Kampf um die Präsidentschaft

Kritik an brasilianischer Justiz wegen Einmischung in TV-Debatte vor Präsidentschaftswahl

 

WhatsApp Image 2026-09-24 at 15.04.01.jpeg

Felipe Barros, o mais jovem senador da história do Paraná, PL, membro da Igreja Presbiteriana Central de Londrina
Deltan Dallagnol, o outro senador eleito, também é evangélico.

 

Âncora 1

​​​​​​​​

​

​

Deutsche im Sonnenland

 Walter Quirings Reise 1932/33

in die eben gegründeten Kolonien

der Mennoniten in Paraguay und Brasilien

​​​

​​​​

Ende

​​​​​

Zwischen Glaubensbrüdern und NS-Ideologie:

Walter Quirings Heimkehr 1936/1937

​

Vorbemerkung : Der Text stammt aus den 1930er-Jahren. Beim Lesen wird an bestimmten Stellen (etwa zur „Volksgemeinschaft“ oder zum geordneten Miteinander) spürbar, wie der Zeitgeist und die Ideologie des Nationalsozialismus auf den Blick des Schreibenden wirkten. Der Bericht ist daher nicht nur ein persönliches Dokument einer Heimkehr, sondern auch ein Zeugnis dafür, wie tief nationalsozialistische Denkmuster damals in den Alltag und das Empfinden von Menschen einsickerten.

​

​​

     Jetzt ist es soweit. Dort am Bahnsteig steht er. Es sind nur zwei befahrbare Stromlinienwagen mit elektrischem Antrieb. Für das Gepäck gibt es einen besonderen Raum, dessen Benutzung den Fahrgästen unentgeltlich freisteht. Die noble und solide Ausstattung der Wagen überrascht: feine Holztäfelung, viel glänzendes Messing und Nickel, geschmackvolle Polstersitze. Einer der Wagen führt eine kleine Kantine.
     Die Federung der Wagen ist so gut, dass ich während der Fahrt bequem schreiben könnte. In wenigen Minuten schon hat unser „Hamburger" eine Geschwindigkeit von siebzig Kilometern. Und dann beginnt der Zeiger des Zählers zu klettern: 100, 120, 130 km! Minutenlang zittert der Zeiger hin und her. Und dann gibt er sich wieder einen Ruck, einen langsamen allerdings 150, 156.
     Beim Hinausschauen fällt die hohe Geschwindigkeit kaum auf, und erst wenn ich beobachte, mit welcher schemenhaften Firigkeit (? está assim no original) die Bahnhöfe vorbeifliegen, kommt einem zum Bewusstsein, mit welchem Ungestüm der „Hamburger" vorwärtsrast.
     Die Gegend ist völlig flach und die Landschaft nimmt schon allein darum sofort gefangen. Fünfzehn Jahre wohne ich nun schon in dem buckligen Süddeutschland, aber jedesmal, wenn ich nach Norddeutschland komme, drängt sich mir das Empfinden auf: unsere engere Heimat ist doch hier oben. Der Baustil der Häuser, die Menschen, ihre Sprache, ihr Gebaren und ihre Haltung, alles ist uns hier vertraut und nahestens verwandt.
     Leider wird es schon bald dunkel, so dass draußen nichts mehr zu sehen ist. Ich wende mich daher den Zeitungen zu, Zeitungen, die erst einige Stunden alt sind und nicht sechs Wochen, wie im Chaco.
     In knapp zwei Stunden sind wir schon in Berlin. Ich lasse mich sofort auf den Anhalter Bahnhof fahren und stelle fest, dass mein Bodensee-Zug erst in drei Stunden fällig ist. So habe ich genügend Zeit, erst noch mit dem Weihnachtsmann zu verhandeln und auch Bekannte zu besuchen. In den hellen Straßen und Geschäften Berlins herrscht Hochbetrieb, jedermann trägt irgend ein Päckchen oder Paket mit. Morgen ist ja schon Weihnachten.
    Als ich etwa zehn Minuten vor Abfahrt meines Zuges auf den Bahnhof komme, sehe ich den ganzen Riesenbau gesteckt voll Menschen. Was ist denn hier los? So stark kann der Andrang des Publikums doch zu Weihnachten nicht sein. Auch ein Güterwagen habe sich am Ausgang des Bahnhofes quer über die Schienen gelegt, und zwar gerade an der Stelle, wo die Schienenstränge in einem zusammenlaufen. Seit über zwei Stunden hat daher kein Zug mehr einfahren oder auslaufen können. Das bedeutet eine große Verspätung, und es ist fraglich, ob ich Hohenfels unter diesen Umständen noch am 24. erreiche. Gepäckträger, die sonst bereitwillig ihre Dienste anbieten, sind heute nirgends aufzutreiben.

     Mit vieler Mühe dränge ich mit meinen schweren Koffern bis auf den Querbahnsteig durch. Aber auch hier dasselbe Bild: dichtgedrängt stehen die wartenden Menschen bis weit über die Kasse hinaus. Draußen werde fieberhaft an der Freilegung der Strecke gearbeitet, sagt man. Aber Stunde um Stunde vergeht in vergeblichem Warten. Auch nach Mitternacht sitzen wir noch immer wartend auf unseren Koffern. Endlich, um drei Uhr nachts führt der erste Zug ein. Nun kommt wieder Leben in die Menge. Zug um Zug wird sofort in kurzen Abständen abgefertigt. Es ist bei diesem Riesenandrang ein Glück, dass unsere Reisenden diszipliniert sind und nie ihre Ruhe verlieren. Die Bahnverwaltung wird schon dafür sorgen, dass sie weiterkommen. Darauf können sich alle verlassen. Niemand drängt daher und niemand schiebt und stößt wie etwa in Russland.
    Allmählich wird es auf dem Bahnsteigen etwas leerer. Aber immer noch warten Tausende. Da endlich heißt es: „Zug Halle, Nürnberg, Augsburg, Friedrichshafen. . ." Das ist mein Zug. Im Nu ist die lange Wagenreihe besetzt. Ich erwische zwar einen der begehrten Eckplätze, leider aber in einem Raucherabteil. Aber diese eine Nacht werde ich's schon anhalten. Auch unser Abteil ist in wenigen Minuten voll besetzt, und an Schlafen wird nichts zu denken sein.
     Zwar bin ich erst einen Tag wieder in der Heimat, aber eine Erscheinung ist mir doch schon sehr stark aufgefallen: unsere deutschen Menschen sind in den letzten zwei Jahren irgendwie anders geworden. Sie sind im Umgang miteinander wärmer, persönlicher und vor allem auch hilfsbereiter. Man ist sich menschlich näher gekommen, so habe ich das Empfinden. Viele Türme und Zäune, die die deutschen Menschen trennten, sind niedergerissen, und eine ganz neue Volksgemeinschaft scheint hier im Entstehen zu sein.
     Langsam schleichen die Nachtstunden hin. Morgens sind wir erst in Nürnberg. Das Wetter ist etwas besser geworden, der Nebel ist gewichen. Von hierab wird mir die Landschaft auch schon vertrauter.
    Um die Mittagszeit passieren wir Augsburg, wo eine Bahn abzweigt nach Lager Lechfeld, und dann taucht auch bald das Ulmer Münster auf.
    Erst gegen Abend sehe ich einen Zipfel des Bodensees durchschimmern. Die Riesenhallen des Zeppelins werden von weitem sichtbar, und da ist auch schon unser Friedrichshafen. Hier muss ich umsteigen.
     Aber unser Bodenseebähnle ist mir heute viel zu schwerfällig. Schneckenlangsam kriechen die Stationen heran. In Mimmenhausen, das vier Jahre unsere nächste Station war, halten wir fast fünf Minuten, und ich bin ungehalten über diese Bummelei. Von dort ist's nicht mehr weit bis Überlingen. Der von Friedrichshafen aus bestellte Wagen wartet vor dem Bahnhof.
     Meine Heimat ist die alte geblieben. Nichts, rein gar nichts hat sich hier verändert. Da taucht in der Dunkelheit nach einer Viertelstunde auch schon Villafingen auf und dann bald Seefingen. Hier biegt unsere Straße hart ab nach rechts in den Wald, und ein steiler Weg führt uns den Schlossberg hinauf. Als wir oben aus dem Wald herauskommen, sehe ich links in der Dunkelheit die Umrisse des Schlosses sich abzeichnen. Das ist unser Hohenfels.
     Gleich unterhalb des Schlosses liegt ein Hof, der einem mennon. Bauern gehört. Ich sehe die Familie im Wohnzimmer um den Christbaum geschart sitzen. Hier lasse ich den Wagen halten und gehe die paar Schritte zu Fuß die Tannenallee aufwärts bis zum Schloss. Der Wagen soll in einigen Minuten nachkommen.
     Das breite Schlosstor steht weit offen. Ich werde also erwartet. Der Hof ist hell erleuchtet. Dem Tor gegenüber liegt mein Hund an der Kette, der Burschi. Er richtet sich halb auf und horcht gespannt auf meinen Schritt.
     „Ist er's oder ist er's nicht?"
     Da trete ich aus der Dunkelheit des Baumganges in den hellen Lichtschein. Laut auf heult Burschi und zerrt wie wild an seiner Kette. Er hat mich erkannt.
     Meine Jungs scheinen mich noch nicht zu hören. Ich sehe sie auf dem Divan sitzen, mit dem Rücken dem Fenster zugekehrt. Sie haben den Rundfunk eingeschaltet. Ein altbekanntes Weihnachtslied klingt leise bis zu mir heraus. Vorn neben dem Schreibtisch steht der geschmückte Christbaum. Mit dem Anzünden haben sie auf mich gewartet.
     Aber der Hund verrät mich doch. Die Tür zum Wohnzimmer fliegt auf, und im Türrahmen erscheinen meine Jungs. Ein Traum wird Wirklichkeit. Ich bin zu Hause. Der große Ring hat sich geschlossen.


                                                                             

​​

Ende

​

​​

​

​​​​




              Weitere Inhalte
 

 

​- Deutsche im Sonnenland​                                                Hier

-Einwanderung und Anfänge der Mennoniten in Brasilien        Hier

​- "Geschichten aus der Geschichte der Mennoniten"

Das Programm vom Jahr 2025          - Hier

Das Programm vom Jahr 2024          - Hier 

Das Programm vom Jahr 2023          - Hier
​

 

​

​

​

​
​​

Texte, die über Whatsapp angefordert werden können:

​​​

​

-Die Mennoniten Brasiliens sterben aus                                                    

- 1930 Weihnachten bei den Deutschrussen im Flüchtlingslager

- Ob der Prediger es schaffen wird, Russland zu verlassen

- Warum wir die Auswanderung verpasst haben

​- Nicht alle haben am Roten Tor gesungen

-Ak-Metschet - eine Mennonitenkolonie im fernen Asien     

- Russland im Jahre 1929, Der Bote                                     

- Die vielfältigen Rollen der Mennoniten im Holocaust     

           Helene Berg - mennonitische Hebamme in Molotschna, eine gute Bekannte Himmlers, ein Naziführer                                                                                                                           

             Amalie Reimer - aus Chortitza, Mennonitin, Agentin der Kommunisten, Kollaborateurin der Nazis.                                             

- Ein Besuch bei den Amischen Mennoniten - Cornelius Krahn

-Flucht aus der Hölle Stalins

-Schreckenstage in Moskau ​Was unsere Eltern in jenen Novembertagen erlebt haben ​anhand von Berichten der Mennonitischen Rundschau

- Die hutterischen Brüder - Wanderungen und Leid     

-Texte:Brautschau eines Predigers, Gehen Mennoniten in der Stadt unter?, u.a.m.

-Die Mennoniten Russlands und die Zaren    

-Das tragische Ende der Danzig- Westpreußischen Mennoniten Gemeinden

-Turkestan-Eine mennonitische Auswanderung mit Folgen

- Die Autobiographie Wilhelm Hüberts 

- Mennoniten in Polen/Preussen 

- Die erste Auswanderung der Mennoniten nach Südrussland 

- Tagebuch aus dem Reich des Totentanzes - Ein Bericht über die Zeit von Machnos Terror unter den Mennoniten 

​​- Erinnerungen aus dem alten und neuen Rußland

- Besuch bei den Aultkolonia, Bolivien        

- Mennoniten und die Herstellung von alkoholischen Getränken in Russland 

- Erinnerungen an Moskau, 1929, Heinrich Martins 

​- Schwere Verbrechen und Vergehen in Russland 

​- Was macht mennonitische Beerdigungen so einzigartig?   

​- Mennonitische Namen 

​- Reisen eines Schweizers nach Südrussland, 1822-1828  

- Über die Abspaltung der Sectierer. Geschichte der Gründung der MBG in Russland in den Augen eines Aussenseiters  

- Die Reise von Charbin zum Chaco​ - Irmgards Vorfahre erzählt dieses Abenteuer             

- Lehrer Heinrich Heese (1787-1868)​ -Die Widerwärtigkeiten eines bedeutenden Lehrers unter den Mennoniten Russlands

-Als der Weltkrieg zu Ende ging, welche Nachrichten unsere Eltern bewegten 

- Der "Stundismus" - Eine evangelische (rein russische) Erweckung zur Zeit der Mennoniten in Russland                                                               

​​

​​​​

bottom of page